Burg Gleiberg: Ansicht 1627

Die Stadt Gleiberg

1331 erhielt Gleiberg das Frankfurter Stadtrecht und war Verwaltungssitz für die Dörfer des Gleiberger Landes. Innerhalb der Stadtmauern lebten um 1550 rund 400 Einwohner. Es waren mehrheitlich Bedienstete der nassauischen Burgherren, Verwaltungsbeamte, Burgmannen und Handwerker.

Ansicht Burg Gleiberg um 1627

Die Gleiberger Lateinschule

Zwar gab es schon im Mittelalter u.a. Kloster- und Domschulen sowie teilweise auch Stadtschulen. Dorfschulen bzw. allgemeine Volksschulen entstanden meist aber erst im 17. und 18. Jahrhundert. Wenn um die Mitte des 16. Jahrhunderts in Gleiberg eine Schule errichtet wurde, ist das ein ungewöhnlich früher Zeitpunkt.

Die Einwohner Gleibergs waren mehrheitlich Bedienstete der nassauischen Burgherren, Verwaltungsbeamte, Burgmannen und Handwerker. Vermutlich haben sie großen Wert auf eine gute Schulbildung ihrer Kinder gelegt und dürften deshalb die Einrichtung einer Schule gefordert haben.

Der erste Gleiberger Lehrer, Johannes Zigler, wird 1557 urkundlich genannt. Offensichtlich konnten Zigler und seine Nachfolger ihren Lebensunterhalt nicht aus den Einkünften als Lehrer bestreiten. Da die Lehrer damals mehrheitlich Theologie studiert hatten, besserten sie ihr Einkommen in vielfältiger Weise auf.

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